Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
Einzelbild herunterladen

49

zu folgen, ging er fort, um ſich zur Ruhe zu begeben. Den ganzen Weg über murmelte er Gebete um die Wiedererlangung ſeines Verſtandes.

Pickle begleitete ihn bis an ſein Zimmer, ſchloß ihn ein und ſteckte den Schlüſſel in ſeine Taſche, damit es nicht in Pallets Macht ſtände, ihn zu ſtören. Allein auf dem Rückwege traf er auf Joltern und den Doktor, die zum Zweitenmal durch das Geſchrei des Malers beunruhigt worden waren und Erkundigung einziehen wollten, was es für ein neues Abenteuer gäbe. Halb raſend über dieſe Reihe von Querfällen, die alle ſeine Erwartungen zerſtörten, verfluchte er in ſeinem Herzen ihr unzeitiges Erſcheinen. Als ſie ihn Pallets wegen befragten, erzählte er ihnen, er abe denſelben ganz ſtarr und un⸗ ſinnig, bis auf die Haut naß, in einem Winkel heulend gefunden, und ihn in ſein Zimmer geführt, wo er jetzt im Bette läge.

Da der Doktor dieſen Umſtand hörte, wollte er die Sucht, ſeine Geſchicklichkeit auszukramen, ſich zum Verdienſt anrechnen laſſen und verlangte unter vorgeſchützter Theilnahme am Beſten des Patienten, daß man ihm Gelegenheit verſchaffte, die Symptome ſeiner Krank⸗ heit ohne Zeitverluſt zu unterſuchen. Manche Krankheiten, führte er an, können in ihrer Geburt erſtickt werden, die ſpäter allen Be⸗ mühungen der Arzneikunſt Trotz bieten. Der junge Herr gab ihm hierauf den Schlüſſel und ging auf ſein Zimmer zurück, in der Ab⸗ ſicht, bei der erſten Gelegenheit ſeine Verſuche an der Thüre ſeiner Geliebten zu erneuern.

Der Doktor eröffnete indeß auf dem Wege nach Pallet's Zimmer dem Hofmeiſter ſeinen Verdacht, daß der Patient wohl mit der ſchreck⸗ lichen Krankheit behaftet ſeyn könne, die man Hydrophobia oder die Waſſerſcheu nenne, die, wie er bemerkte, ſich bisweilen auch bei Leuten ge⸗ äußert habe, welche nicht zuvor von tollen Hunden wären gebiſſen wor⸗ den. Dieſe Vermuthung baute er auf das Geheul, das Pallet ausge⸗ ſtoßen, als man Waſſer über ihn geſchüttet habe. Er begann ſich auf Verſchiedenes aus dem Betragen des Malers zu beſinnen, woraus

Smollet's Romane. X. 4