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man nunmehr offenbar einſehen könnte, daß es ein ſolches Unglück vorher verkündigt hätte; und er ſchrieb dieſe Krankheit der heftigen Furcht und Angſt zu, die er vor Kurzem ausgeſtanden habe.
Die Baſtillengeſchichte, behauptete er, habe auf Pallet's Ver⸗ ſtand ſo gewaltſam gewirkt, daß ſeine Denk⸗ und Sprechart ſich ganz verändert hätten. Er erklärte ſodann nach einer ſelbſt erfun⸗ denen Theorie, was die Furcht auf ein ſchlaffes Nervenſyſtem für Wirkungen hervorbringen könne, und demonſtrirte den Modus, wie die Lebensgeiſter auf die Ideen und die Einbildungskraft Ein⸗ fluß hätten.
Dieſe Erörterung, die vor Pallet's Thüre ſtatt fand, hätte vielleicht bis zum Frühſtück gedauert, wenn nicht Jolter den Arzt an ſeine eigene Marime: venienti occurrite morbo! erinnert hätte. Sogleich machte Letzterer von dem Schlüſſel Gebrauch, und ſie nahten ſich leiſe dem Bette des Patienten, der lang ausgeſtreckt in den Armen des Schlafes lag. Der Dektor bemerkte, daß er ſchwer Athem holte und den Mund offen hatte.„Dieß ſind, ſagte er, diagnostics, daß das liquidum nervosum und die saliva mit gewiſſen ſcharfen Partikeln des virus geſchwängert iſt, das der Patient irgendwo auf⸗ geſammelt haben muß.“ Dieſer Ausſpruch ward durch den Zuſtand von Pallet's Puls beſtätigt, der voll und langſam war, folglich eine Stockung des Blutsumlaufs anzeigte, die von einem Mangel der bewegenden Kraft in den Pulsadern herrührt.
Deßhalb ſchlug der Doktor vor, den Maler zum Zweitenmale mit Waſſer zu beſprengen; dadurch würde nicht allein ſeine Geneſung befördert, ſondern auch ſeine eigentliche Krankheit außer allen Zweifel geſetzt werden, denn aus der Art, wie er dieſe Begießung aufnähme, würde ſich offenbar zeigen, ob ſein Abſcheu vor dem Waſſer bis zu einer ausgemachten Hydrophobia ginge, oder nicht. Dieſem Vorſchlag zufolge begann Jolter eine Flaſche Waſſer, die er im Zimmer fand, in's Handbecken auszuleeren, als ihn der Verordner unterbrach und ihm den Rath gab, ſich vielmehr des Inhalts aus em Kammertopfe


