Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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DDieſe ſeltſame Beweisführung unterſtützten der Prieſter und die lockere Franzöſin durch feierliche Betheurungen. Auch der Hofmeiſter nahm ſie als wahr an und behauptete, es aus guter Hand bereits zu wiſſen. Der Doktor hingegen blieb neutral, weil er es für ſchimpflich hielt, die Geſchichte neuerer Zeiten zu kennen. Der Iſraelit aber, als ein ächter Holländer, focht unter dem Panier un⸗ ſeres Helden. Als Letzterer ſich bemühte, die Ungereimtheit und Unwahrſcheinlichkeit jener Behauptungen darzuthun, entſtand ein ſolches Geſchrei gegen ihn, und ſeine Geliebte gerieth, da er in dem Streit unvermerkt hitzig ward, in einen ſolchen Zorn, daß ihre lie⸗ benswürdigen Augen vor Wuth funkelten, und er hatte viel Grund, zu glauben, daß ſie, wenn er nicht auf ein Mittel dächte, ihren Zorn abzuwenden, in einem Augenblick alle ihre Achtung gegen ihn ihrem Eifer für die Ehre der franzöſiſchen Nation aufopfern würde. Durch dieſe Furcht bewogen, nahm ſeine Hitze allmählig ab, und er wickelte. ſich unvermerkt aus dem Streite heraus, der nunmehr einzig und allein dem Juden auf den Hals fiel. Da ſich dieſer ganz verlaſſen ſah, ſo ermangelte er nicht, ſich auf Gnade und Ungnade zu ergeben. Die Franzoſen behielten ſonach das Feld, und ihre junge Heldin erhielt ihre gute Laune wieder.

Dieſer Zank mag allen Leſern zur Warnung dienen, ſich ja in keine politiſchen Streitigkeiten mit Frauenzimmern einzulaſſen, wofern ſie ſich nicht ihre Feindſchaft und ihren unverſöhnlichen Haß zuziehen wollen; denn in politiſchen Angelegenheiten ſind ſie alle ohne Aus⸗ nahme Enthuſiaſtinnen. Wer nicht ihrer Meinung iſt, bilden ſie ſich ein, lebt im Stande der Verdammung. Daher hat die Wahrſchein⸗ lichkeit, wie doch von allen Glaubensgenoſſen einer andern Claſſe geſchieht, in ihren Religionsartikeln nicht das mindeſte Gewicht; ſie berwerfen die Evidenz der Vernunft mit Verachtung und trauen nur der Offenbarung ihrer Phantaſie.

Nachdem ſich Peregrine ſo klüglich der höheren Einſicht ſeiner ſchönen Zauberin unterworfen hatte, fing ihn an die Furcht zu beun⸗