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entgegengeſetzt, daß einer ihrer eigenen Landsleute in ſeinen Reiſen die Bemerkung macht: die Perſer ſagen noch heut zu Tage, wenn Jemand viele unnöthigen Geberden macht, er iſt entweder ein Narr oder ein Franzoſe. Noch iſt kein Maßſtab aufgeſtellt, wornach man ſich allgemein in ſeinem Betragen richten müßte. Auf dieſe Art kann ein Türke, ein Mohr, ein Indier, oder der Bewohner eines ieden Landes, wo Sitte und Tracht himmelweit von den unſrigen abweichen, alle die Erhabenheit der Geſinnungen edeldenkender Per⸗ ſonen beſitzen, und von den höchſten Leidenſchaften beſeelt ſeyn, die menſchliche Seelen entflammen, und dennoch durch deren Aeußerung mehr das Gelächter als die Theilnahme eines eurvpäiſchen Zuſchauers erregen.
„Als ich zuerſt die berühmte Heldin Ihrer Pariſer Bühne“ in einer ihrer Hauptrollen ſah, ſchienen mir ihre Attitüden ſo heftig, und ſie ſchleuderte ihre Arme ſo übertrieben umher, daß ſie mir wie eine Windmühle vorfam, die ein rauher Wind treibt. Ihre Stimme und ihre Geſichtszüge ſtellten eine engliſche Zänkerin aus dem gemei⸗ nen Haufen ganz dem Leben dar. Eben ſo unnatürlich war nach meiner Meinung das Spiel Ihres Lieblings unter den männlichen Darſtellern.** Er trat mit dem affektirten Weſen eines Tanzmei⸗ ſters auf, hob in den beweglichſten Situationen ſeine Hände über den Kopf empor, wie ein Luftſpringer, der voltigiren will, und dann ſprach er, als wenn ſeine Kehle durch eine Haarbürſte verſtopft wäre. Jedoch als ich nachher dieſes Betragen mit dem des Volks verglich, vor dem es vorgeſtellt ward, und die auf allen Theatern der Welt herrſchende Uebertreibung dabei in Anſchlag brachte, ſo ward ich un⸗ vermerkt mit ihrer Vorſtellungsart ausgeſöhnt, und fand unter der ſiltſamen Außenſeite ſehr viel Gutes.“
Da der Chevalier merkte, daß Peregrine durch ſeine vorige Rede
. Vermuthlich die Dümesnil. ohl kein Anderer als Lekain.


