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er über die Erblickung eines Dolchs zuſammen, den er über ſeinem Haupte zu ſehen vorgibt, als ob der Boden ein Spiegel wäre, der das Bild des Dolches reflektirte. Einmal ſah ich ihn quer über das Theater gehen, und einem Menſchen, der eine untergeordnete Rolle hatte, eine Ohrfeige geben, und am andern Ende der Bühne die Worte:„das iſt für dich!“ oder ſo etwas mit großem Zorn aus⸗ ſprechen.
„Er drückt die Betrübniß eines Helden durch die Thränen und das Geheul eines Schulknaben aus, und verkehrt das geſittete Be⸗ tragen eines feinen Mannes in die unbedeutenden und poſſierlichen Manieren eines elenden Tabakskrämers. Seine ganze Kunſt beſteht in einem wahnſinnigen Schreien, wie ich es in den Zellen von Bed⸗ lam gehört habe, in einer ſchleppenden, ſtockenden und erſtickten Sprache, als wenn er mit Engbrüſtigkeit behaftet wäre, in convul⸗ ſiviſchem Zuſammenfahren, in biegſamen Geſichtsmuskeln uud in den ausſchweifendſten Uebergängen. Mit Einem Worte, er hat ein herr⸗ liches Organ und vieles Leben, aber an Gefühl, Urtheilskraft und Grazie fehlt es ihm völlig. Nicht zu gedenken, daß er ſich nie ſchick⸗ lich zu kleiden weiß. Das geht ſo weit, daß er einen jungen Prin⸗ zen im Kleide eines Leichenbeſorgers und den ſchimmernden, modiſchen Lothario in Marktſchreiertracht ſpielt.
„Man verzeihe mir, daß ich dieſen Liebling der engliſchen Nation mit ſo wenig Schonung behandelt habe. Um Sie aber zu überzeu⸗ gen, daß ich ein redlicher Mann bin, geſtehe ich Ihnen ganz offen⸗ herzig, daß er, trotz allem, was ich geſagt habe, Eigenſchaften genng beſitzt, eine anſehnliche Figur in den niedern, humvoriſtiſchen Rollen zu machen, an welchen ein Londoner Auditorium ſo vieles Behagen ſindet, wenn man ihn nur dahin vermögen könnte, ſich das übertrie⸗ bene Burleske abzugewöhnen, das der Natur und allem ſchlichten Verſtand widerſtreitet.
„Was ſeinen Nebenbuhler im Ruhm anlangt, ſo ſteht er ihm, bei gleichen Fähigkeiten, an Behendigkeit, Lebhaftigke it und Organ


