Teil eines Werkes 
9. Band, Peregrine Pickle : Roman : 2. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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nehmung etwa muthmaßte, um deſto beſſer im Stande zu ſeyn, Pickle's Betragen entweder zu rechtfertigen oder zu entſchuldigen. Allein weder der Hofmeiſter noch Pips konnten ihm über dieſen Punkt die mindeſte Auskunft geben. Inzwiſchen mußte ihm Letzte⸗ rer die Verhaftung ſeines Herrn ſowohl als auch ſein Verhalten dabei, und den ihm bei der Gelegenheit zugeſtoßenen Unfall um⸗ ſtändlich erzählen. Se. Lordſchaft zweifelten nicht, daß Peregrine ſich dieſe Unannehmlichkeit durch irgend einen auf der Maskerade geſpielten muthwilligen Streich zugezogen habe, zumal da er ver⸗ nahm, daß der junge Herr den Nachmittag reichlich gezecht und den tollen Einfall gehabt hatte, eine Mannsperſon in Frauenzimmerklei⸗ dern mit auf den Ball zu nehmen.

Noch denſelben Tag machte er dem franzöſiſchen Miniſter ſeine Viſite, in der feſten Zuverſicht, Peregrine's Loslaſſung auszuwirken. Allein er ſtieß auf mehr Schwierigkeiten, als er erwartete. Der franzöſiſche Hof nimmt es in allen Sachen, welche Prinzen von Ge⸗ blüt betreffen, außerordentlich genau. Daher war der Geſandte ge⸗ nöthigt, aus ſehr hohem Ton zu ſprechen, und ob es gleich damals Frankreichs Politik gemäß war, wegen Kleinigkeiten mit den Eng⸗ ländern nicht zu zerfallen, ſo konnte er dennoch von jenem Herrn nichts weiter als das Verſprechen erlangen, daß Pickle losgegeben werden ſollte, wenn er ſich dazu verſtände, den beleidigten Prinzen um Verzeihung zu bitten. Se. Excellenz, die vorausſetzten, daß unſer Held Unrecht habe, hielt dieſe Bedingung für billig. Jolter ward daher zu ihm geſandt, um ihm den Rath Sr. Lordſchaft, die vorgeſchlagenen Bedingungen anzunehmen, zu eröffnen, und demſel⸗ ben Nachdruck zu geben.

Der Hofmeiſter, der nicht ohne Furcht und Zittern in dieſes düſtere Schloß ging, fand ſeinen Zögling in einem elenden Gemache, in welchem ſich nichts als ein hölzerner Seſſel und eine Pritſche be⸗ fanden. Als Jolter eintrat, pfiff Peregrine ganz ſorglos ein Liedchen und zeichnete mit einem Bleiſtift auf die bloße Wand, an welche Smollet's Romane. HK. 14