109
weſtindiſchen Beſitzungen transportirt zu werden, enden konnte. Daher nahm er ohne vieles Schwanken den Vorſchlag ſeines Oheims an, und in weniger denn einem Monat war er, wie er ſelbſt ſagte, Wind und Wellen preisgegeben.
Von jener Zeit an hatte er nie wieder mit ſeinen Anverwand⸗ ten verkehrt, da alle an ſeiner Verbannung gearbeitet hatten. Jetzt, nachdem er Glück im Flottendienſt gemacht, waren verſchiedene von ihnen gar de- und wehmüthig vor ihm gekrochen, allein er hatte keinen derſelben ſehen oder hören wollen. Den eingewurzeltſten Widerwillen aber hegte er gegen jenen Oheim, der immer noch, wiewohl ſehr alt und kümmerlich, lebte. Er nannte öfters deſſen Namen mit aller Bitterkeit unverſöhnlichen Rachegefühls.
Da Peregrine durch öftere Erzählung mit jedem Umſtand aus dieſer Geſchichte genau bekannt war, ſo ſchlug er Hatchway'n vor, irgend einen Menſchen zu dingen, der dem Commodore ein erdich⸗ tetes Empfehlungsſchreiben von ſeinem verhaßten Oheim überreichte, ein Schwank, der ihnen, aller Wahrſcheinlichkeit nach, unendlich viel Spaß bereiten würde.
Dem Lieutenant behagte der Plan; der junge Pickle entwarf das zum Zwecke dienende Schreiben, und der Acciseinnehmer des Kirchſpiels, ein Menſch von vieler Unverſchämtheit und zu loſen Streichen aufgelegt, welchem Hatchway vertrauen konnte, ſchrieb nicht nur den Brief ab, ſondern übernahm es auch, ihn zu über⸗ bringen, ja ſogar denjenigen ſelbſt zu repräſentiren, zu deſſen Gunſten dieſer Brief angeblich geſchrieben war. So kam denn der Einnehmer eines Morgens wenigſtens zwei Stunden früher, als Trunnion aufzuſtehen pflegte, in der Garniſon an, und gab dem Pips, der ihn einließ, zu verſtehen, er habe einen Brief für ſeinen Herrn und den gemeſſenen Befehl, ihn keinem Andern als dem Commodore ſelbſt zu übergeben.
Kaum war dieſes dem Hausherrn gemeldet(den man zu die⸗ ſem Ende hatte wecken müſſen), als er voller Entrüſtung auf den


