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daher Sally eben ſo vringend, die Frucht aufzueſſen, zu gleicher Zeit aber eilte ſie, ein ſelbſt verfertigtes herzſtärkendes Waſſer zu holen, das ſie ihrer Schwägerin als ein wirkſames Mittel gegen das eben zu ſich genommene Gift aufzwang.
Dieſe übermäßige Fürſorge und Zärtlichkeit wurde der Miſtriß Pickle bald ſehr läſtig. Sie entwarf daher verſchiedene Plane, um wieder zu ihrer Freiheit zu gelangen. Endlich beſchloß ſie, der Miſtriß Grizzle eine ſolche Beſchäftigung zu geben, daß ſie des ihr ſo beſchwerlichen ſtrengen Arreſtes eine Zeit lang überhoben wäre. Es dauerte nicht lange, als ſich ihr eine ſchickliche Gelegenheit dar⸗ bot, dieſen Eutſchluß auszuführen. Den folgenden Tag fügte es ſich bereits, daß ein Gentleman, der bei Sir Pickle zu Mittag ſpeiste, von einer Ananas ſprach, von welcher er die Woche zuvor bei einem Edelmann gegeſſen, deſſen Ritterſitz wenigſtens hundert Meilen von ihnen in einem andern Theile der Grafſchaft ent⸗ fernt lag.
Kaum war der Name dieſer verhängnißvollen Frucht einige Male genannt worden, als Miſtriß Grizzle, die fortwährend ihre Schwägerin im Auge hatte, unruhig ward. Sie glaubte bei ihr deutliche Aeußerungen von Gelüſten wahrgenommen zu haben. So⸗ gleich äußerte ſie, daß ſie für ihre Perſon nie hätte Ananas eſſen können, weil es eine unnatürliche Frucht wäre, die durch künſtliche Wärme gewaltſam aus garſtigem Dünger emporgetrieben wütde. Mit bebender Stimme fragte ſie ihre Schwägerin:„Sie ſind doch wohl auch meiner Meinung?“ Dieſe, der es nicht an Schlauheit und Scharfblick fehlte, errieth ſogleich ihre Abſicht, und verſetzte mit anſcheinender Gleichgültigkeit:„Wenn ich die Früchte meines Landes nach Gefallen genießen kann, kümmert's mich wenig, ob es Ananaſſe in der Welt gibt oder nicht.“
Dieſe Antwort aber gab ſie nur, um den Gaſt gegen den Groll ihrer Schwägerin zu ſchützen, denn dieſen würde er ſicherlich bitter haben empfinden müſſen, wenn ſie, die Schwangere, das geringſte


