Teil eines Werkes 
8. Band, Peregrine Pickle : Roman : 1. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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triumphirendes Weſen, ſondern ſie nahm eine ernſte Miene an, und erklärte, nachdem ſie einige Sittenſprüche über die Eitelkeit der Reichthümer ausgeſchüttet hatte, daß diejenigen, die großes Vermö⸗ gen bei ihr vermutheten, ſich gar heftig täuſchten. Ihr Vater habe ihr nichts als armſelige fünftauſend Pfund hinterlaſſen, welches mit dem Wenigen, was ſie ſeit ſeinem Tode von den Zinſen erübrigt, Alles ſey, worüber ſie zu diſponiren habe. Ja, wenn ſie, wie ſie ſagte, ihre größte Glückſeligkeit im Gelde ſuchte, ſo würde ſie nicht ſo raſch geweſen ſeyn, ihre eigenen Erwartungen durch Veranlaſſung und Einleitung der Begebenheit zu zerſtören, die ſie jetzt ſo glücklich verſammelt habe. Sie hoffte jedoch, ſie würde ſtets innern Werth genug beſitzen, alle eigennützige Rückſicht von ſich zu entfernen, ſo⸗ bald ſie dem Wohlergehen ihrer Freunde zuwider laufen könnte. Endlich ging ihre Beſcheidenheit und Selbſtverläugnung ſo weit, daß ſie denjenigen, denen daran lag, davon zu hören, auf eine geſchickte Weiſe kund that, daß ſie nur drei Jahre mehr als die Braut zählte. Wenn ſte noch zehn hinzugeſetzt hätte, ſo würde ſie keinen Rechnungs⸗ verſtoß begangen haben.

Um ſo viel, als nur in ihren Kräften ſtand, zur Unterhaltung der Anweſenden beizutragen, ſang ſie noch nach dem Eſſen ein Lied zur Harfe, welches Stück zwar nicht übermelodiſch klang, doch, das darf ich ſagen, der Geſellſchaft eben ſo gut würde zu Dienſten ge⸗ ſtanden haben, wenn ſie auch mit Philomelen hätte wetteifern kön⸗ nen. Zum äußerſten Beweiſe ihrer Gefälligkeit ließ ſie ſich durch ihre neue Schweſter bereden, den Ball in eigener Perſon zu eröffnen.

Mit einem Worte, Miſtriß Grizzle war die Krone des Feſtes und verdunkelte beinahe die Braut ſelbſt, welche, weit entfernt, ihr den Vorrang ſtreitig machen zu wollen, ihr mit vieler Weisheit ge⸗ ſtattete, alle ihre Talente in's glänzendſte Licht zu ſtellen, ſich ſelbſt aber mit dem Looſe begnügte, das Fortuna ihr zugetheilt hatte, indem ſie glaubte, es würde noch behaglicher ſeyn, wenn ihre Schwä⸗ gerin von ihrem Familienkörper abgelöst würde.