Teil eines Werkes 
8. Band, Peregrine Pickle : Roman : 1. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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geſchickt würden, um die Männer zu peinigen. Vor Allem zog er gegen die alten Jungfern los, die ihm vollends ein Gräuel zu ſeyn ſchienen. Sein Freund Jack bekräftigte die Richtigkeit aller dieſer Ausſprüche, und ließ zugleich ſeine eigene ſatyriſche Ader ſich er⸗ gießen, wobei er jeden Ausfall auf den Eheſtand mit einem Bon⸗ mot ſchloß, das aus einer Anſpielung auf das Seefahrerleben her⸗ genommen war. Er verglich ein Weib mit einer großen mit Feuer, Schwefel, Donner und Blitz geladenen Kanone, die, wenn ihr ein Funke in's Zündloch fährt, von einander platzt und einen Teufels⸗ lärmen anrichtet, wenn man nicht beſondere Sorgfalt mit ihren Schwanzſchrauben hat. Ein andermal verglich er die Frauenzimmer mit einem Orkan, der nie aus einer Gegend kommt, ſondern um alle Punkte des Compaſſes herumfährt. Sie ähneln, ſagte er, einer gut angemalten und wohlaufgetakelten Galeere, die aber im Boden ein Leck hat, das der Mann zuzuſtopfen niemals im Stande iſt. Ihre Neigungen, bemerkte er, wären wie die Bay von Biskaja; den Grund träfe man da nie, ſo tief man auch das Senkblei hinunter ließe. Jeder, der an einem Weibe ankerte, würde finden, daß er in einem verdammt faulen Grunde vor Anker läge, und am Ende das Kabeltau nicht lichten könnte, wenn es ihm auch das Leben koſten ſollte. Er für ſeinen Theil mache wohl zuweilen zum Zeit⸗ vertreib einen kleinen Abſtecher, würde ſich aber nie zur Lebensreiſe mit einem Weibe einſchiffen, weil er fürchten müßte, beim erſten Unwetter zu Grunde zu gehen.

Allem Vermuthen nach machten dieſe Gloſſen einigen Eindruck auf Herrn Pickle, der nicht ſehr geneigt war, ſich großen Gefahren auszuſetzen. Allein die Vorſchriften und Ermahnungen ſeiner Schweſter, der dieſe Heirath nun einmal im Kopfe ſteckte, überwo⸗

gen die Anſichten ſeiner Seefreunde. Als dieſe ſahen, daß er tros

ihrer Winke, ſich vorzuſehen, doch zum Heirathen feſt entſchloſſen ſey, ſo wurden ſie einig, ſeine Einladung anzunehmen und ſein Hochzeitfeſt mit ihrer perſönlichen Erſcheinung zu beehren.