Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Aermchen jammernd umſchloß und Leben da einſaugen wollte, wo ſchon der Tod ſein Recht geltend gemacht hatte; an den Ruinen jenes Wigwams lag eine junge Mutter, die jammernd den kleinen Leichnam ihres Erſt⸗ geborenen, durch eine verirrte Kugel getoͤdtet, umſchlun⸗ gen hielt, und nicht glauben konnte, nicht glauben wollte, daß ihn das Leben wirklich ſchon verlaſſen habe, und ſie ihn nie, nie wieder die kleinen, dunkelen Augen ſolle aufſchlagen ſehn; ſie jammerte und wehklagte um das Kind und dachte nicht daran, daß jetzt Hunger, Kalte und Tod ihr eigenes Loos ſeien. 8

Margareth ſchritt auf die ueberbleibſel ihrer eigenen Huͤtte zu; die Figur einer altenhalbnackten Frau war zwiſchen den gluͤhenden Balken zuſammengekauert, ihre Hände an denſelben wärmend. Sie hatte einige Körner Mais zum Roͤſten unter den Kohlen verborgen, und als ſich Margareth ihr naͤherte, haſchte ſie ſchnell, mit einem 4 wilden, triumphirenden Laͤcheln nach denſelben, das mehr wie das Knurren eines wilden Thieres als die Laute eines menſchlichen Weſens klang. Es war Minaree. Margareth ſchaute ihr ins Geſicht, aber ein halb wahnſinniger, ſtierer Blick, war das einzige 1 Erkennungszeichen, das ihr wurde.