Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

163

Margareth hatte ſich wieder ſoweit erholt, daß ſie Tongatou, in der Richtung zum Fluß, eine bedeutende Strecke folgen konnte, aber ihre Schritte waren lang⸗ ſam, und vor einbrechender Dunkelheit mußte ſie ſchon wieder Ruhe und Schlaf unter dem Schutz der dichten Bäume des Waldes ſuchen. Als ſie endlich das Ufer des Fluſſes erreichten, krauſelte ein leichter Suͤdwind ſeine ſonſt glatte Flaͤche, und der Anblick des frohlich plät⸗ ſchernden Waſſers gab ihr wieder einen Theil ihrer fruͤhe⸗ ren Kraft und Staͤrke zuruͤck, daß ſie mit leuchtendem Auge das Ruder zu fuͤhren verſuchte; nur zu bald aber ward ſie genothigt, die Arbeit dem ſtaͤrkeren Tongatou zu uͤberlaſſen, und ſich ſelbſt, auf die ſorgfaͤltig fuͤr ſie ausgebreiteten Decken, im Canoe niederzulegen.

Sie waren bis jetzt immer durch die dichten Waͤl⸗ der, unter dem Schatten der rieſigen, uͤber das Ufer weit hinaus hangenden Baͤume hingefahren, bis ſie zu⸗ letzt die Grenze der Prairie erreichten und ſich ihnen eine weite, hinausgedehnte Ausſicht bot.

Tongatou riß ſein Ruder aus dem Waſſer und er⸗ hob ſich ſchnell, denn in der Richtung des Lagers hing ein ſchwere, dunkele Rauchſaͤule uͤber der Steppe.

I1*