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bewußt, ſondern kannte auch den ehrenwerthen, edlen Charakter des Mannes, dem ſie ihr Schickſal anver⸗ traut hatte. Sie bat mit leiſem Ton den jungen Mann, an ihrer Seite zu bleiben, bis der Sturm ausgetobt habe, und Tongatou gehorchte. Laͤnger als eine Stunde be⸗ obachteten ſie ſchweigend das uͤber ihnen hinwegrollende Gewitter.
„Das weiße Maͤdchen iſt wie eine aus dem Lande der Geiſter Herabgekommene, will ſie nicht ihren rothen Bruder von dieſem erzaͤhlen?“ bat ſie endlich der Haͤupt⸗ ling, und gern und willig willfahrte Margareth ſeinen Bitten.
Sie ſprach zu ihm von den Bluͤthen des Lebens⸗ baumes, die weder welken noch abfallen, von den klaren Waſſern und den nie verſtuͤmmelten Melodieen; von je⸗ nem heiligen, hehren Licht, das den Schein der Sonne und der Geſtirne verdunkeln, von der Kraft, die fuͤr immer und immerdar ungetruͤbt, unerſchuͤttert durch Sturm und Orkan oder menſchliche Leidenſchaften, regieren wird. Als ſie, von dem heiligen Thema ſelbſt begeiſtert, fortfuhr, wurde ihre Stimme lebhafter und melodiſcher, und der junge Krieger ſagte leiſe:
„Die Stimme des ſchwankendeu Rohres iſt wie
Der Indianer⸗Häuptling. U. 11


