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„Bruder, ich bin wie ein Blatt im Herbſtſturme, der mich bald mit ſich hinwegnehmen wird.“ „Tongatou will ſich hinwegſetzen,“ ſagte der junge
Mann mit zitternder Stimme,„denn die Worte des
ſchwankenden Rohres ſinken zu tief in ſein Herz!“
Ein Blitzſtrahl zeigte das betruͤbte, angſtliche Ant⸗ litz des Indianers, und Margareth, den Grund dieſes Wunſches mißverſtehend, hielt ihn zuruck und entgegnete „Sage mir, Bruder, was meinſt Du? Iſt Sorge in dem Herzen Tongatou's?“
Er ſeufzte tief auf und ſchwieg lange;— ein ſchrecklicher Verdacht durchzuckte Margareths Bruſt und ſie ließ die Hand los, die ſie erfaßt hatte.
„Tongatou iſt ſehr traurig„ nahm endlich der In⸗ dianer das Wort,„er liebt das ſchwankende Rohr, aber es licbt ihn nur wie einen Bruder. Tecumſeh und das ſchwankende Rohr haben ihn Beide Bruder genannt. Er iſt ihrer Liebe werth, aber laß die Stimme des weißen Mädchens nicht wie der Wind ſein, der durch die Fich⸗ ten ſuͤuſelt, denn es geht zu dem Herzen Tongatou's.“
Margareth fuͤhlte, nach dieſem freien Bekenntniß, keine Angſt in der Nähe des jungen Wilden, denn ſie
war ſich nicht allein ihrer eigenen Unſchuld und Reinheit


