Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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ſchlief. Margareth war von dieſer zärtlichen Aufmerk⸗ ſamkeit und Sorgfalt ſo geruͤhrt, daß ſie ihnBruder nannte, und Tongaton fuͤhlte ſich reichlich belohnt, denn auch Tecumſeh hatte ihn Bruder genannt.

Einſt ward Margareth in der Nacht durch ein lau⸗ tes, furchterliches Praſſeln, vor dem die Erde faſt zu erbeben ſchien, aus ihrem Schlummer erweckt. Die Elemente waren in furchtbarer Aufregung und ein jaͤher Blisſtrahl hatte einen Baum an ihrer Seite zerſchmet⸗ tert; der Regen goß in Stroͤmen herab und die undurch⸗ dringliche Finſterniß der Nacht lag wie ein dichter Schleier auf der Erde, nur dann und wann durch die gluͤhend blendenden Blitze unterbrochen, die das wilde Hin⸗ und Herſchwanken der vom Sturm geſchaukelten Aeſte verriethen.

Das arme Maͤdchen, durch Krankheit abgeſpannt und geſchwaͤcht, fuhlte eine ſonderbare Angſt ihrem Her⸗ zen nahn und rief laut Tongatous Namen.

Bruder, ich wilt neben Dir ſiten, denn dieſer Sturm und dieſe Finſterniß iſt ſchrecklich.

Tongatou huͤllte die Felle um ſie herum und ſetzte ſich an ihre Seite.Kennt das ſchwankende Rohr Furcht? Tongatou glaubte, ſie wiſſe nicht was das ſei?