Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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in ſeine Arme, und trug es in die ſchnell erbaute Huͤtte. Margareth öffnete ihre Augen und laͤchelte matt, aber ſie hatte keine Kraft mehr, ihrem Dank Worte zu geben.

Es war ein ruͤhrender Anblick den rohen Sohn der Wildniß zu ſehen, wie er das kranke Mädchen in der duͤſteren Einöde mit der Zaͤrtlichkeit eines Bruders pflegte. Er kuͤhlte mit Waſſer ihre brennende Stirn, und hielt den Becher aus Birkenrinde an ihre duͤrſtenden Lippen. Wenn ſie, in ihrem unruhigen Schlaf klagte, beruhigte er ſie, wie eine Mutter ein krankes Kind be⸗

ruhigen wuͤrde.

Aus den vielen Wurzeln und Pflanzen, die er, durch Erfahrung belehrt, kannte, bereitete er ſtaͤrkende und er⸗ quickende Traͤnke und geheimnißvolle Zaubermittel, die er in ſtiller Mitternacht, beim Lichte des Vollmonds auf den Boden ausgoß, damit, ſobald ſie von der trockenen Erde eingeſogen worden, dieſe auch zugleich mit ihnen, den Krankheitsſtoff des leidenden Maͤdchens einziehe.

Am dritten Tag lag ſie bewegungslos mit halöge⸗ ſchloſſenen Augen und leichenblaſſem Geſichte, und ath⸗ mete ſchnell und ſchwer. Tongatou glaubte ihre Todes⸗ ſtunde nahe und ſank neben ihr auf die Kniee nieder und weinte laut:Schoͤn, ſehr ſchoͤn warſt Du, Du Maͤd⸗