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„Das ſchwankende Rohr iſt ſehr muͤde; koͤnnte es doch tief unter der lieben Erde ruhen und dann zum Lande der Geiſter uͤbergehen. Sein Herz iſt traurig und kein Licht iſt auf ſeinem einſamen Pfad.“
Der Indianer ſprach mit ſchmerzerſtſckter Stimme: „Soll Tongatou ſein Canoe den Fluß hinunter rudern, zu den weißen Anſiedlungen? Er will die Moccaſins von
ſeinen Fußen heruntergehen, will der Sonne hinter die
Berge des Weſtens folgen und zu eſſen und zu ſchlafen vergeſſen, wenn er dem Herzen des ſchwankenden Rohrs Freude bringen kann!“ Margareth ſchaute in ſein Antlitz und Thränen wa⸗ ren in ihren Augen. „Tongatou hat ein freundliches Herz— und der große Geiſt liebt es, aber der Sonnenſchein iſt aus dem
Pfade des ſchwankenden Rohres gewichen— es iſt muͤde
— ſehr muͤde.“
Tongatou bereitete ihre Mahlzeit, aber Margareth war zu krank um eſſen zu koͤnnen. Sie tegte ſich auf die Erde und ſchwerer bleierner Schlaf lagerte ſich auf ihre Augenlider. Er aber breitete die Felle über aufge⸗
häufte Blaͤtter und flocht Baumzweige zu einem Wig⸗
wam zuſammen, hob das ſchlummernde Mädchen dann
—„


