werden, Du wirſt naͤhen und leſen lernen, und bei mir im Hauſe ſitzen, und wir werden ſo gluͤcklich ſein, o, nicht wahr, Margareth, wir werden?“ und ſie ſuchte der Schweſter Hand zu faſſen; dieſe aber entzog ſie ihr und lächelte zornig, ſprach aber nicht.
„Antworte mir, theuere Margareth, willſt Du nicht mit uns gehen?“
„Den ganzen Tag im Hauſe zu ſitzen und nutzloſe Arbeit zu thun? Worte von Leuten zu leſen, die keine Meinung ha⸗ ben Nie! nie!“ rief Margareth mit ſich roͤthenden Wangen.
„Du wirſt aber lernen, was die Großen und Guten vor uns gedacht haben, und Vergnuͤgen daran finden.“
Margareth ſchuͤttelte das Köpfchen.„Sie waren Menſchen wie wir, hatten dieſelben S le und Gedan⸗ ken, wie kann es uns freuen ihre Worte zu leſen? Nein, Alice, es iſt Thorheit; laß uns hier frei in dieſer gro⸗ ßen, ſchoͤnen Wildniß leben, und freudig die herrliche Natur genießen, aber nicht uns durch die Meinungen Anderer binden. Ich kann nicht mit Dir zu Deinem armſeligen Leben zuruckkehren„aber bleibe bei mir, und wir werden gluͤcklich ſein.“
Alice fuͤhlte, daß Manfeld's Augen auf ihr hafte⸗


