Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
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1890

chen ſeufzte ſchwer auf, heftete einen vorwurfsvollen Blick auf den Häuptling, und ſank ohnmaͤchtig zuruͤck. Alicen ward es weh recht weh ums Herz; alle ihre Hoffnungen von ſchweſterlicher Liebe und Zaͤrtlich⸗ keit, ſchienen weit, in truͤbe Nacht, dahin zu ſchwinden. Ein tiefer Seufzer entrang ſich ihrer Bruſt, und ſie preßte ihre Hand an die kalte Stirn der Schweſter. Margareth rief ſie,Margareth o daß es dahin kommen mußte 0 Margareth, ſprich nur ein Wort ſage nur, Du liebſt mich, und ich will durch die weiten Waͤlder zuruͤckkehren und Dich nie mehr ſtoͤren. Margareth ſchaute mit mattem Auge zu ihr empor, und kein Zeichen der Erkennung glaͤnzte in ihnen, ihre Haͤnde waren zuſammengepreßt, ihre Stirn gefaltet, doch nicht Strenge oder Aerger lag in dem lieben Ge⸗ ſicht Nichts als ein langer, langer Blick unendlichen Elends. Alice brach in Thraͤnen aus und ſchwieg, ploͤtzlich aber durchzuckte ein neuer Gedanke ihr Hirn. O kann es ſein? ſah ich Dich, Margareth, nur als das Opfer von Grauſamkeit und Unterdruͤckung, hat man das arme Maͤdchen ſchlecht und hartherzig behan⸗ delt? und wiederum zog ſie die nicht Widerſtrebende