Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
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daß doch wohl die fruͤhern Bande lockerer und weniger bindend zwiſchen ihnen geworden ſein koͤnnten.

Ein Schatten ſtahl ſich uͤber das Antlitz des Haͤupt⸗ lings er ſchwieg faſt eine Minute lang, ehe er ant⸗ wortete:

Das ſchwankende Rohr verehrt den großen Geiſt, aber nicht wie ihre weißen Vaͤter, mit gebogenen Knieen und mit lauten Worten, in Tempeln durch kuͤnſtliche Haͤnde aufgebaut, und mit der Muſik von vielen Stim⸗ men! Nein! ſie faltet die Haͤnde auf der Bruſt und in der Stille ihrer eigenen Gedanken, in der Einſamkeit der maͤchtigen Waͤlder tritt ihr Geiſt hervor und erhebt ſich zu Dem da oben, bis ſie ein Theil alles deſſen iſt, was da rein und gut.

Der breite Dom des hohen Himmels, mit dem Licht der unzaͤhlbaren Sterne, die gruͤne Erde mit ihren alten Waͤldern und ihren tauſendfaͤltigen Blumen, die treibenden Wolken, die ſteigenden Nebel ſind ihr Tem⸗ pel; der Schalll der rauſchenden Waſſer, die Melodie der Vogel, und der ſaͤu ſelnden Zweige, ihre Muſik, und ihre Gedanken ſchweben in den Schakten empor, wie das ſuͤße Opfer das die ſchlafende Blume in ſtiller Nacht hinauf zum großen Geiſte ſendet.