Teil eines Werkes 
1. Theil (1847)
Entstehung
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Tecumſeh ſchien mit ihrer Gemuͤthsbewegung ſpie⸗ len zu wollen; er ſchaute ihr laͤchelnd und nachdenkend in das, zu ihm flehend empor gehobene Antlitz, und ant⸗ wortete endlich klar und deutlich:—„Tecumſeh kaͤmpft nur mit Maͤnnern; nie faͤrbte das Blut eines Kindes ſeine Waffen.— Er hoͤrte den Hilferuf der Sterben⸗ den, waͤhrend Winnemacs Krieger, des Freundes der Weißen(und er richtete ſeinen Blick bedeutungsvoll auf Harriſon) ihre Tomahawks in den Schaͤdeln ihrer blei⸗ chen Freunde begraben hatten. Ich ſah das Maͤdchen in ihrer Blaͤſſe und Angſt, und das hochherzige Kind, das den Scalp des Vaters retten wollte; Tecumſeh deckte ſein Schild uͤber ſie, und ſie war gerettet.“

Während dieſer Erzählung hatte ihm Alice, mit furchtbarer Spannung in den Zuͤgen, zugehoͤrt; als er endete, athmete ſie tief auf, und waͤre zu Boden geſun⸗ ken, hätte ſie Mansfeld nicht aufgefangen.— Sie preßte aber, ſich gewaltſam ſammelnd, ihre Hand an die Stirn, wies alle weitere Huͤlfe zuruͤck, und wandte ſich wieder

an den Haͤuptling.

„Kann meine Schweſter uns wiedergegeben wer⸗ den? wird ſie nicht ihr wildes Leben verlaſſen, und bei uns wohnen wollen?— wir ſind Beide einſam, o laßt uns zuſammen leben; ich will mit Euch gehen, ſie wird

nicht den Bitten einer Schweſter widerſtehen koͤnnen;“

Der Indianer⸗Häuptling. 1. 11