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gelernt? Wenn er noch am Leben iſt, und es ſollte mir gelingen ihm die Freiheit zu verſchaffen, glau⸗ ben Sie denn, er würde meinen Bitten ein taubes Ohr entgegenſetzen?“ „Er würde Sie, als Ihrer unwürdig, verach⸗ ten,“ verſetzte die blinde Frau.„Sie kennen den Stolz des DNeil nicht; und er hat auch allen Grund dazu,“ fügte ſie bei,„denn dieſer Name iſt älter als die Ländereien, über die ſein Vater herrſchte.“
„Mag er immerhin!“ rief unſer Held feſt. „Meine Wahl iſt getroffen; es würde dieß meine Abſicht nicht ändern, mich nicht veranlaſſen, gleich einer Memme auf die edelſte Erbſchaft des Men⸗ ſchen, das unveräußerliche Recht, das Natur uns gab, zu verzichten— die ſüße Gefährtin meines Lebens mir ſelbſt zu wählen. Ich kenne meine Pflicht gegen meinen unglücklichen Vater, und werde ſie erfüllen, ohne aber die Achtung zu verlieren, die ich mir ſelbſt ſchulde.“
„Sie wollten ihm alſo Trotz bieten?“ bemerkte Katty, die Hände ringend;„auf Ihr junges Haupt die Strafe des Ungehorſams herabziehen?“
„Nicht um meinetwillen,“ murmelte Ellen,„ach, nicht um meinetwillen! Ich war zu eilig, zu ſelbſt⸗ ſüchtig; aber ich fühlte mich ſo glücklich durch ſeine Liebe. Mutter,“ ſetzte ſie mit berzweiflungsvollem Muthe hinzu,„ich verzichte auf ihn! Es wird mich zwar einen harten Kampf koſten, aber er muß ge⸗ kämpft werden.“
„Kein Wort weiter, Geliebte— kein weiteres Wort!“ unterbrach ſie ihr Liebhaber, ſie an ſeine


