Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Dann haſt Du meine Gefühle mißverſtanden, ſagte der junge Mann, ihre widerſtandloſe Hand in die ſeinige ſſengDie Liebe, welche ich für Dich empfinde, iſt nicht die Liebe eines Bruders; ſie hegt eine theurere Hoffnung eine Hoffnung, die ſich mit meinem Leben verwoben hat. ch liebe Dich, Ellen, fuhr er fort,mit der ganzen Stärke eines treuen, männlichen Herzens, das eine Theil⸗ nehmerin an ſeinen Freuden und Leiden ſucht. Das Glück meines Lebens hängt von Deiner Antwort ab. Zittre nicht, Ellen, weiche nicht mei⸗ nem Blicke aus. Laß mich in dieſen ſüßen Augen die ſegensreiche Verſicherung leſen, daß ich Dir nicht gleichgültig bin, das Verſprechen, daß Du eines Tages die Meinige werden willſt.

Das beſtürzte Mädchen murmelte eine Ant⸗ wort, aus welcher Redmond nur wenige Worte, wie Welt und Verſchiedenheit des Standes zu ver⸗ ſtehen vermochte.

Die Welt! rief er aus;weg mit ſolchen Rückſichten! Das kommt nicht aus Deinem Her⸗ zen. Du wiederholſt nur eine Lection, welche wohl⸗ meinende, aber irregeleitete Freunde Dir einge⸗ lernt haben. Die Welt! Bin ich deren Sklave Was kann ſie mir als Austauſch für Glückſeligkeit bieten? Reichthum etwa. Ich würde mich ſelbſt verachten, wenn ich dafür ein reines Gefühl ver⸗ it würde. Und was den Rang anbelangt, o war ich nur in der Hoffnung ſtolz auf ihn, daß Du ihn eines Tages mit mir theilen, ihn durch Deine Tugenden zieren und durch Dein Lächeln verſchönern würdeſt. Soll die ſchönſte Feiinung