Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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großen Gallerie durch das Rathszimmer zuſam⸗ menhingen und welche unter der Benennungdie kleinen Appartements des Königs bekannt waren.

Frankreich befand ſich in einem traurigen Zu⸗ ſtande. Die Pariſer ſchrieen um Brod, und doch hatte der unwürdige König an eben dieſem Mor⸗ en der Madame du Barrh ein Geſchenk mit dem

erühmten Toilette⸗Service in Gold gemacht, das

ſeiner Zeit ſo großen Scandal erregte nicht wegen ſeiner Koſthteit, ſondern weil die Krone Frankreichs, von zwei Liebesgöttern gehalten, ober⸗ halb des Spiegels angebracht war.

Nie hatte die königliche Favoritin ſchöner aus⸗ geſehen oder hatte dieſelbe ein größeres Vertrauen auf das Gelingen ihres geheimen ehrgeizigen Pla⸗ nes erfüllt eine heimliche Ehe mit dem verlieb⸗ ten Monarchen als am Abende des Tages, an welchen Seine Majeſtät den wöchentlichen Em⸗ pfang hielt.

Als vorläufigen Schritt hatte ſie ſich bereits

nach Rom, um eine Scheidung von ihrem gefälli⸗ gen Gemahl zu bewirken, gewendet, der ſeinen Namen das einzige Ding, was ihm eigen ge⸗ hörte, gegen eine Penſion zu verkaufen ſich willig eigte. Wie gewöhnlich, waren die Schweizergarden in der langen Gallerie im Dienſte aufgezogen, an de⸗ ren einem Ende eine Gruppe Offiziere in Unter⸗ haltung beiſammen ſtand, die ſie aber gelegentlich unterbrachen, um ihre Bemerkungen über die Hof⸗ leute, männlichen oder weiblichen Geſchlechts zu machen, die zu dem Empfange vorübergingen.