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zeſſin und ſagen Sie ihr, daß Sie mich zu ihrer unverföhnlichen Feindin macht, wenn Sie darauf beharrt, ihr Berſprechen der Vorſtellung der Made⸗ moiſelle Mac⸗Mac— mein Gott! Ich kann den ſchwerfälligen irländiſchen Namen nicht behalten!“
Vbgleich Herr von Sartines zum König be⸗ fohlen war, entfernte er ſich mit einer Verbeugung, um die Befehle der Gräfin auszuführen.
Die Anlunft ihrer Freundin und Vertrauten, der Marſchallin von Mirepoir und einer Schaar von Höflingen, die gekommen war, um ihre Hul⸗ digungen darzubringen, gaben den Gedanken der Madame du Barry eine andere Richtung. Sie ließ die Sache für den Augenblick beruhen, obgleich die Ereigniſſe es wit ſich brachten, daß ſie noch mehr davon hören ſollte.
Die Prinzeſſin von Beaufremont war erſtaunt und nicht wenig beſtürzt, als ſie den Beſuch des Polizeiminiſters erhielt, obgleich ſie als Dame von Takt ihre Empfindung ſorgfältig verbarg.
Der Edelmann ließ ſie nicht lange im Zweifel, weßhalb er gekommen war.
„Madame kennt eine irländiſche Dame, die kürzlich in Frankreich eingetroffen und eine Toch⸗ ter des ehemaligen Lord Murlongh iſt,“ ſprach er.
„Ja, allerdings mein Herr, oberflächlich— ſehr oberflächlich,“ erwiderte die theure Freundin der Miß Macnamara.
„Und Sie haben ihr verſprochen, ſie vorzu⸗ ſtellen?“
„Auf den Wunſch Ihrer Hoheit, der Madame Louiſe.“


