Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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bigen und beſuchte dieſelbe doch mit dem Eifer eines Neulings. Ohne Kinder und unermeßlich reich wurde ſie in Verſailles mit gewiſſen Rückſich⸗ ten behandelt und genoß dort das Vorrecht des un⸗ beſchränkten Zutritts.

Es waren viele Jahre verfloſſen, ſeitdem ſie und Miß Macnamara ſich nicht mehr geſehen hat⸗ ten, ſo daß ſie ſich gegenſeitig nicht einmal mehr erkannt hätten.

Freundin meiner Seele! Meine ſchöne Ir⸗ länderin! rief die Prinzeſſin mit einem Pathos, welche Mademoiſelle Clairon, der erſten Schau⸗ ſpielerin ihrer Zeit, alle Ehre gemacht hätte.Der Himmel hat endlich ſich meiner Betrübniß t und uns einander wieder gegeben. Seit Jahren beweinte ich unſere Trennung.

Ellen's Tante nahm ihre mit einem Gefühl des Selbſtvorwurfs auf, weil ihr einfiel, wie wenige Thränen ſie vergoſſen wie wenig ſie an ihre Freundin gedacht hatte.

Schweſter Louiſe lächelte ſtill; wahrſcheinlich teunb ſie die beiden Damen beſſer, als dieſe ſich elbſt.

Miß Maecnamara wünſcht dem König vorge⸗ ſtellt zu werden, bemerkte ſie.Will Frau von Beaufremont ſie vorſtellen?

Die Prinzeſſin zeigte ſich höchlichſt erfreut, ent⸗ zückt über den Gedanken, ihrer füßen Freundin dienen zu können. In drei Tagen ſchon wollte ſie ſie nach Verſailles bringen.

Miß Maecnamara ſchickte ſich eben an, die Gründe mitzutheilen, welche ſie von Irland hieher