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den Hof, wo ſie einigen Einfluß beſitzt. Sie wird Sie meinem Vater vorſtellen.“
„Die theure Julie!“ murmelte Miß Macna⸗ mara, erfreut über die Ausſicht dieſes Zuſammen⸗ treffens.„Ja, ich bin überzeugt, daß ich auf ihre Hilfe rechnen darf.“
„So glauben Sie alſo an Freundſchaft?“
„Nach der Güte, welche Eure Hoheit mir er⸗ wieſen, wäre ich undankbar, wenn ich daran zwei⸗ feln wollte, bemerkte Miß Maenamara.
Louiſe von Frankreich lächelte traurig. Viel⸗ leicht dachte ſie daran, wie oft ſchon ihr eigener Glaube getäuſcht worden war.
„Beaufremont iſt, wie die meiſten unſeres Ge⸗ ſchlechts,“ bemerkte ſie,„ein ſchwaches Herz und ein klarer Kopf. Die meiſte Schwierigkeit macht es ihr, mit Anſtand alt zu werden. Sie lebt noch immer in der Welt; ſie jagt deren Genüſſen nach, als wenn Genuß etwas Anderes als ein Schmet⸗ terling wäre; ſobald man ihn erhaſcht hat, ver⸗ ſchwindet die ſchimmernde Farbe; die Flügel fal⸗ len, und nur ein Wurm bleibt in der geſchäftigen Hand zurück, die ihn gefaßt hat.“
Die königliche Dame mußte bittere Erfahrun⸗ gen im Leben gemacht haben, daß ſie zu einem ſo traurigen Schluſſe gelangen konnte.
Wie die meiſten Franzöſinnen, hatte die Frau von Beaufremont trotz ihres Alters noch viel von der Lebhaftigkeit der Ingend beibehalten; ſie ſchwärmte noch für Freunſchaft oder ſtellte ſich wenigſtens ſo an, ſprach von der Hohlheit der Geſellſchaft mit der Bitterkeit einer ſtreng Gläu⸗
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