Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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Zoch abzuſchütteln verſucht, war aber durch ihre Künſte immer wieder ſchnell zur Unterwürfigkeit zurückgeführt worden.

Die Verſchwendungsſucht dieſer merkwürdigen Frau war ſo groß, daß ihr Haushalt viel zahl⸗ reicher war, als der legitimen, regierenden Königin. Auch ihr Einkommen war viel größer, indem ihre Anweiſungen auf den königlichen Schatz gleich denen des Königs honorirt wurden.

Um die Anſteckung eines Schauplatzes, wie Verſailles war, zu vermeiden, hatte die jüngſte Tochter des Monarchen, Madame Louiſe im Klo⸗ ſter der Carmeliterinnen in St. Denis den Schleier genommen. Ihre Schweſtern vegetirten zwar noch im Schloſſe ihres Vaters fort, ohne daß man ſich viel um ſie gekümmert oder von ihnen gehört atte.

Der Dauphin, nachmals Ludwig XVI., lebte mit ſeiner Gemahlin, der ſchönen und unglücklichen Marie Antoinette, in einer gewiſſen Zurückgezo⸗ enheit. Obgleich Erbe der Krone, hatte der Pnz doch gar keinen Einfluß, ſondern wurde im Gegentheile abſichtlich in gänzlicher Unkenntniß von allen Staatsangelegenheiten gehalten, die von ſeinem Großvater im Boudoir der Gräfin Du Barry verhandelt wurden, welche Miniſter machte und entließ, ganz nach ihrem Gutdünken.

Dieſer Art war der geſellſchaftliche Zuſtand Frankreichs, als Ellens Tante, in Begleitung des Paters Karoolan, mit der getreuen Katty und deren Gatten im Geſolge, in Paris eintraf.

Obgleich Pater Karoolan entfernt keine Idee

Smith, Sein u. Schein. 1. 17