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dende Nation werden, welche zu regieren er be⸗ rufen war. Sein Scepter wurde zum Spielzeug und, was noch ſchlimmer war, zum Inſtrument der Unterdrückung in den Händen einer Reihe von laſterhaften Weibern, unter deren Einſtuß er ge⸗ rieth. Die Zügelloſigkeit des Hofes ging vom Adel und Clerus auf das Volk über, bis ſelbſt die Hütten des Arbeiters davon angeſteckt wurden und Frankreich in einen einzigen ungeheuren Pfuhl der Schande verſank.
Ein Eingehen in die traurigen Einzelnheiten der Regierung Ludwigs XV. würde unſere Feder beſchmutzen; es genügt daher zu ſagen, daß dieſer Fürſt, gottesläſterlicher Weiſe„der ollerchriſtlichſte König“ genannt, Europa das ſchändliche Schau⸗ ſpiel einer öffentlichen Pflanzſchule des Laſters gab.
Dieß war allerdings gräßlich; aber ehe wir einen Stein werfen, müſſen wir Engländer uns fragen, wie viele Jahre verfloſſen ſind, ſeit in un⸗ ſerem eigenen Lande ein ähnlicher Stand der Dinge herrſchte.
eorg i. kerkerte ſeine unſchuldige Königin, Sophia Dorothea, in der Feſtung Celle in Han⸗ nover ein und erhob ſeine Maitreſſe zur Pairie, ohne daß das Parlament, der Adel oder der Cle⸗ rus von England Einſprache dagegen erhoben hätten.
Georg Il. zwang ſeine Gemahlin, der er Liebe heuchelte, nicht nur mit ſeiner Maitreſſe zuſam⸗ men zu ieben, ſondern auch alle Einzelnheiten ſei⸗ ner Liebesintriguen anzuhören.
Georg dem 1I., welchen zu verſpotten ſeiner


