Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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denn eine ſolche Vertheidigung hätte lächerlich ge⸗ lautet ſondern durch die Thatſache, daß er Lnd⸗ wigs Leben geſchont habe, da er ihn, die einzige Schranke zwiſchen ſich und der Krone doch ſo leicht aus dem Wege hätte räumen können.

Der witzige Schriftſteller vergaß aber dabei einen zweiten Concurrenten in der Perſon eines andern Enkels, Ludwigs XIV., den Herzog von Anjou, König von Spanien, der für den Fall des Todes ſeines Vetters auf den Thron ſeines Adop⸗ tivvaterlandes gegen jenen von Frankreich Verzicht geleiſtet hätte.

Die Schuld oder Unſchuld des Regenten wird aller Wahrſcheinlichkeit nach nie klar erwieſen wer⸗ den; aber ein Umſtand wenigſtens iſt gewiß, der der Anklage einige Wahrſcheinlichkeit verleiht. Seine Hoheit war ein geſchickter Chemiſt, beſaß ein Pri⸗ vatlaboratorium, das er ſich im Palais Royal hatte einrichten laſſen, und iſt bekannt als ſehr er⸗ fahren in Bereitung von Giften.

Die Meinung des Publicums jener Zeit war ſo entſchieden der Ueberzeugung in Betreff des To⸗ des des unglücklichen Fürſten, daß das Volk den Herzog auf ſeinem Wege in das Parlament öffent⸗ lich beſchimpfte und ausziſchte.

Frankreich iſt in der That den Repräſentanten des Zweiges Orleans der Bourbonen Vieles ſchul⸗ dig. Der Abkömmling des Regenten, Philipp Ega⸗ lité zeigte ſich ſeines Vorfahren würdig.

Wie man ſich leicht vorſtellen kann, ſo mußte ein Souverain, angeleitet und erzogen wie Lud⸗ wig XV. ein Fluch für die unterdrückte und dul⸗