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Viele Leute zweifelten an ſeinem geſun Menſchenverſtand und ſeiner Klugheit, aber Nie⸗ mand ſtellte den Muth oder die Ehrenhaftigkeit O'Neils in Frage.
Es war ein hrtter Schlag für Ellen, als zwei Jahre vorher, ehe wir das Vergnügen hatten, ſie unſern Leſern vorzuführen, die Neffen des Baro⸗ nets, Redmond und deſſen Vetter Ulic aus politi⸗ ſchen Gründen ſich genöthigt ſahen, aus dem Lande zu entfliehen und in einem jener tapfern irländi⸗ ſchen Regimenter Dienſte zu nehmen, deren Tha⸗ ten ein glänzendes Blatt in der Geſchichte Frank⸗ reichs füllen. Ihr Oheim beſaß viele Freunde, von denen mehrere ſehr mächtig waren. Jeder⸗ mann, der Sir Patrick kannte, liebte ihn, und die damalige Regierung begnügte ſich mit der frei⸗ willigen Verbannung der jungen Männer, die weit
eführlicher als ihr Verwandter waren, und ſtand eßhalb von jedem Einſchreiten gegen dieſen ab.
Vielleicht meinten die Behörden, ſie beſäßen eine hinlängliche Garantie für ſein künftiges Ver⸗ in den Beweiſen, die ſie hinſichtlich ſeiner
ergangenheit in den Händen hatten und welche
„ſie gleich dem Damoklesſchwerte über ſeinem Haupte
hängen ließen.
Redmond O'Neil, Ellens Anbeter, beſaß alle jene männlichen Eigenſchaften, welche weibliche Liebe zu ihrer natürlichen Stütze wünſcht. Kalt und viel⸗ leicht etwas hochmüthig gegen ſein eigenes Geſchlecht, war er gegen Frauen offen, zart und achtungs⸗ voll wie ein Jüngling, und dabei zeigte er ihnen eine Huldigung, die nicht in der Berechnung, ſon⸗


