Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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denſchaft für Heiligung, oder Apathie für Reſig⸗ nation haltend, Schutz vor der Welt ſuchten; kein Gebäude dieſer Art contraſtirte mit ſeinen zertrüm⸗ merten Zinnen mit den behaglichen Wohnhäuſern, welche Fewiſſermaßen die Y arkſteine der Felder bildeten, die nach und nach die rauhe Farbe ihres Bodens mit der kränklichen Mergelfarbe vertauſch⸗ ten, je mehr ſie ſich in ſanfter Wellenform den Kreidefelſen näherten, welche die Küſte beſchützten. Alles im Gegentheil ſchien an dieſem Orte einfach und auf praktiſchen Betrieb berechnet, der nichts weiter, als einer jener ſonnigen Winkel war, wo nach manchfachen Kämpfen mit den Stürmen des der ermüdete Geiſt Ruhe ſuchen und finden onnte.

Selbſt nicht einmal die Kirche, des Dichters und Malers letzte Hoffnung, konnten ſich eines großen Alterthums rühmen, indem ſie erſt nach der Reformation erbaut wurde, und zwar in einem Style, eben ſo einfach, als der Cultus, dem ſie gewidmet war. Die einzigen Verfuche von Ver⸗ zierungen waren das Wappen Jakobs 1. im Mit⸗ telpunkt der Emporkirche, dem öſtlichen Fenſter ge⸗ rade gegenüber, und die zehn Gebote in goldenen Lettern über dem Abendmahltiſche, der buchſtäb⸗ lich ein Tiſch und kein Altar war. Das zunächſt der Kirche wichtigſte Gebäude war unbeſtreitbar das Pfarrhaus mit ſeiner langgedehnten Fronte, ſeinen Bogenfenſtern, hohen, ſchlanken Kaminen, die, wie zu gegenſeitiger Unterſtützung, auf Einen Haufen zuſammengedrängt waren, und ſeinen kunſt⸗ voll geformten Giebeln, unter deren ſchützenden Vor⸗