Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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ſprüngen der Sommergaſt, die Schwalbe, ſo gern ihr überhangendes Net und ihre luftige Wiege anbaut.

Trotz der großen Unregelmäßigkeit des Pfarr⸗ hanſes, wir ſprechen begrei licher Weiſe hier nur vom architektoniſchen Standpunkte aus machte es doch den Eindruck eines ſehr behaglichen und gelehrten, bald hätten wir geſagt mönchiſchen Aufenthaltsortes. Die Sonnenuhr über der Pforte, halb verſteckt unter Geißblatt und wilden Reben, als wenn die alte Zeit einem behaglichen Schlummer ſich unter deren Wohlgerüchen überließe, die mit Epheu dicht umrankten Mauern, der ſie wie in einen warmen Mantel hüllte, zur Erwärmung wäh⸗ rend der der wohlbebaute Garten mit den ſtattlichen Ulmen und den eigenthühmlich ge⸗ ſtutzten Eibenbäumen, vermehrten noch die ruhige Würde; kurz, es war eines jener Häuſer, in wel⸗ chem man in ſtiller Zurückgezogenheit einen Verſteck zu finden hofſen konnte, in welchem es aber nicht an Schränken, ſeltenen Büchern und ſelbſt einzelnen Gemälden fehlte, welche eine genauere Beachtung verdienten; von einer wohlverſorgten Speiſekam⸗ mer und einem trefflichen Keller gar nicht zu ſprechen, deſſen Inhalt ſo orthodor war, als der Glaube des ehrwürdigen Bewohners, welcher zur Zeit des Beginns unſerer Erzählung, 1773, erſt kürzlich ſeine Stellung an dem Collegium mit der Pfarrei von Plaxted vertauſcht hatte.

Doktor Tittow war nicht nur ein tüchtiger Geiſt⸗ licher, ſondern auch ein ſehr gelehrter Mann. Lei⸗ der war er aber oters Sr und als Prediger