Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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länger in Frankreich bleiben dürfe. Man erwartete daher jeden Tag ſeine freiwillige Entfernung aus dem Königreiche; aber vergebens. Als der König bemerkte, daß Carl gar keine Anſtalt treffe, ſein Reich zu verlaſſen, ſchickte er den Cardinal von Tencin mit dem Auftrage an ihn ab, ihm auf ſo zarte Weiſe, wie möglich, zu bedeuten, wie nothwendig ein ſolcher Schritt ſei. Der Cardinal richtete ſeinen Auftrag mit größter Discretion aus und ſuchte mit aller Beredtſamkeit das Benehmen ſeines Herrn zu be⸗ ſchönigen; Carl gab ihm aber nur ausweichende Antworten, und ſo ſah er ſich genöthigt, ſich zurück⸗ zuziehen, ohne dem Könige ein befriedigendes Reſultat melden zu können. Ludwig wartete einige Tage in der Hoffnung, daß Carl abreiſen werde; da dieſes aber nicht geſchah, ſo ſah er ſich genöthigt, ihm einen andern Geſandten mit noch dringenderen Bitten zu ſchicken. Die zu dieſem Auftrage erſehene Perſon war der Herzog von Gesvres, Gouverneur von Paris, welcher, außer ſeiner Inſtruction, die Abreiſe herbeizuführen, Carte blanche beſaß, welches Papier der Prinz mit irgend einer beliebigen Summe, die er als Penſion wünſche, auszufüllen erſucht wurde, für den Fall, daß er des Königs Wünſchen nachkommen würde. Nachdem dieſer Geſandte Carln ſeine Vorſchſäge auseinander geſetzt hatte, ſoll dieſer ihn mit unzweideutigen Zeichen ſeiner Verachtung behandelt und ausgerufen haben,daß es ſich in vorliegendem Falle um keine Penſion handeln könne und er nichts wünſche, als daß der König ſein Wort halten möchte. Der Herzog machte auf die Noth⸗