Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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chen zu erfreuen gehabt, auch von deſſen Nachfolger fortgeſetzt würde.

Als der Widerwille des franzöſiſchen Hofes, ihm thätige Hilfe zu Theil werden zu laſſen, immer augenſcheinlicher wurde, verlor Carl ſeinen früheren Ton der Mäßigung. Jedes dringende Verlangen nach einem Ziel, das ſtets durchkreuzt wird, zieht Erbitterung nach ſich, und von dieſer Zeit an iſt der Umſchwung im Character Carl's zu datiren, welcher es faſt unmöglich machte, in ſeinem mittle⸗ ren Lebensalter in ihm den männlichen, ſanften und doch ſo heroiſchen Jüngling wieder zu erkennen, der im Jahre 1745 die hochländiſche Armee commandirt hatte. Sein Vater machte ihm die ernſtlichſten Vor⸗ würfe über die Art, wie er ſich gegen den franzöſi⸗ ſchen Hof benahm; aber vergebens. Ebenſo wenig nahm er einen Rath von manchen der tüchtigen und lebenserfahrenen ſchottiſchen Officiere an, die jetzt in Paris ſich befanden. Sein faſt ausſchließlicher Rathgeber war ſein Secretär Kelly, der, wie es ſcheint, des in ihn geſetzten Vertrauens gänzlich unwürdig war. Gegen Ende Januars 1747 verließ er Paris und kehrte nach Avignon zurück, ganz gegen den Willen ſeiner Freunde, welche dieſen Schritt als ein Einge⸗ ſtändniß betrachteten, daß ſeine Sache hoffnungslos verloren ſei. Der wahre Grund ſeiner Entfernung lag aber in der Abſicht, ſich insgeheim nach Madrid zu begeben, und dort den Verſuch zu machen, von Ferdinand dem Sechsten die Unterſtützung heraus⸗ zuſchlagen, die er in Frankreich nicht erlangen konnte. Auf dieſer Incognitoreiſe traf er zu Anfang März.

Der junge Prätendent. III. 25