Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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„Ich bin unſchuldig,“ rief der Mann.„Führen Sie mich vor Seine Hoheit. Ich ſchwöre, daß ich unſchuldig bin. Es war nichts als Wein in dem Becher. Sie Alle ſahen mich einſchenken.“

„Wer ſprach etwas von dem Becher?“ ſprach der Laird von Hinton.„Ihre Furcht hat Sie verrathen.“

Saunders trat in das Zimmer, gefolgt von einem Hochländer, der ein Speiſebrett trug, auf welchem der Becher und zwei gewöhnliche Gläſer ſtanden, wovon das eine Wein, das andere einen dunkeln, grünen Saft enthielt, der einen ſtarken Geruch, etwa wie von Eiſenhut, verbreitete.

„Nun, was haben Sie gefunden?“ fragte Craw⸗ ford ungeduldig.

„Gift,“ verſetzte der Mann der Wiſſenſchaft feſt. „Der Inhalt des Bechers befindet ſich in dieſen beiden Gläſern. In dem einen iſt Das, was ich ſoeben davon herausgoß, in dem andern die chemiſche Ausſcheidung. Sie ſehen das Reſultat, eine ſtarke Auflöſung von Eiſenhut, die ſich entweder gar nicht mit dem Wein vermiſcht hat, oder zuvor in das Gefäß gegoſſen wurde. Ich ſchloß ſogleich aus dem Einfluß der Flüſſigkeit auf das Silber, welcher Art dieſelbe ſei, denn ſehen Sie nur, es iſt ganz trübe geworden.“

„Iſt hier kein Irrthum möglich?“ fragte der Laird von Lindſay.

„Von meiner Seite wenigſtens nicht,“ erwiderte der Arzt mit einem tiefen Seufzer.„In meinem frühern Leben machte ich das Erforſchen der Gifte zu meinem Hauptſtudium. Die Hälfte des Tranks