Vierundzwanzigſtes Kapitel.
Ein Ausdruck des Verdruſſes über das Mißlingen ſeines Plans machte ſich auf dem Geſicht des angeb⸗ lichen Geiſtlichen bemerkbar, als er das Zimmer an der Spitze der unſchuldigen Mädchen verließ, die er ohne ihr Wiſſen zu Werkzeugen ſeiner Abſichten gemacht hatte.
Als er im Begriff war, das Haus zu verlaſſen, wurde er von einer Abtheilung Hochländer feſtge⸗ nommen und in ein abgelegenes Zimmer geführt, wo Crawford und die Lairds von Hinton und Lind⸗ ſay ihn erwarteten. Ein unwillkührliches Fröſteln ſchüttelte ihn, als er die ernſten Geſichter der Hoch⸗ länder erblickte. Er merkte, daß er entdeckt und ſeine Stunden gezählt ſeien; nichts deſto weniger nahm er eine kecke, unbefangene Miene an.
„Warum hält man mich hier zurück, Gentlemen?“ fragte er in ſanftem Tone.
„Nur, um auf eine Frage Antwort zu geben,“ erwiderte Crawford.
„Auf eine Frage?“ wiederholte der Mann ni einem Schimmer von Hoffnung. 4
„Ja. Was verdienen Diejenigen, welche Fürſten vergiften? Sie ſchweigen. Soll ich für Sie ant⸗ worten? Den Tod durch Henkershand. Elender! Welcher Grund hat Sie beſtimmt, eine Handlung zu verſuchen, welche Schande und Unehre über Schott⸗ land gebracht haben würde?“
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