deſſen ſchwarze Seele dieſes hölliſche Complott aus⸗ gedacht hat?“
„Ich habe ſchon geſagt, daß ich ihn nicht nennen werde.“
In Folge der Anſtrengung, die das Weib machte, ſich loszuwinden, fiel der Tartan von ihrem Geſicht zurück und Madge's Züge wurden ſichtbar.
„Dieß genügt,“ ſagte der junge Mann, ſie los⸗ laſſend.„Alick Campbell iſt es!“
„Ja, Alick Campbell!“ ſchrie das Weib,„der ſeine Nahrungsquelle aus dieſer verwelkten Bruſt zog— der mich wie einen Hund geſchlagen und da⸗ durch die zwiſchen uns beſtandenen Bande zerriſſen hat— deſſen laſterhafter Laufbahn ich ein Ende machen will und den ich auf das Schafott oder in
das Grab hetzen werde. Dann verzeih' ich ihm viel⸗ het 5 5
leicht. Ja, ja, dann verzeih' ich ihm vielleicht!“ WMit dieſen Worten ſprang ſie eiligſt davon und verſchwand unter den vielerlei Oeffnungen in den Ruinen, indem ſie den Prinzen und deſſen Begleiter ſtumm vor Erſtaunen und Mitleid zurückließ. „Was halten Sie von dieſer Warnung?“ fragte der Prinz, der zuerſt die Sprache wieder fand. „Ich bin der Anſicht, daß man ſie nicht über⸗ ſehen ſoll. Unter allen Ihren Feinden iſt Alick Camp⸗ bell am meiſten zu fürchten. Ich habe ihn als einen eben ſo kühnen, wie grauſamen, ehrgeizigen und ge⸗ wiſſenloſen Menſchen kennen gelernt. Die Regierung des Kurfürſten von Hannover ſcheint mir nicht dar⸗ nach, als wenn ſie gar zu ängſtlich in den Mitteln wäre, durch welche ein gefährlicher Rebenbuhler ihres


