Freundes Arm und ſchickte ſich an, den Ort zu ver⸗ laſſen. In dem Augenblicke, in welchem Beide ſich dem Ausgang der Capelle näherten, trat plötzlich ein Weib, augenſcheinlich der unterſten Claſſe ange⸗ hörig, den Tartan feſt über den Kopf gezogen, ſo daß er ihr Geſicht gänzlich verbarg, hinter einer zertrümmerten Säule hervor und ſtellte ſich den Weg⸗ gehenden in den Weg, die über die unvermuthete, plötzliche Erſcheinung faſt erſchracken.
„Wer ſeid Ihr?“ fragte Carl, nachdem er von ſeinem Erſtaunen ſich ſchnell erholt.
„Eine unglückliche Frau, die nur noch Ein Ge⸗ ſchäft auf Erden hat.“
„Und worin beſteht dieſes?“
„In der Rache!“ erwiderte die Frau rauh.
Crawford und der Prinz ſchauderten über den Ton des tödtlichen Haſſes, mit welchem dieſes Wort ausgeſprochen wurde. „Rache,“ wiederholte ſie ruhig,„für eine Be⸗ leidigung, über deren Anblick die Natur ſich entſetzt 2 haben muß— welche Bande zerriſſen hat, an welche d ſeit langen Jahren mein Herz gekettet war— welche 3 Liebe in Haß verwandelte und die Welt mir von u nun an werthlos machte. Doch genug davon; mein Anliegen betrifft Sie. Indem ich Ihnen Beiſtand leiſte, führe ich das zugleich aus, was jetzt Zweck F meines Daſeins iſt. Ja,“ murmelte ſie vor ſich hin, „ich will ſeinen kalten Ehrgeiz vereiteln— ihn ſeinem Stolze verletzen— der einzige Punkt, welchem ſein Herz verwundbar iſt!“
„Weſſen Herz?“ fragte Crawford.
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