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in welchem Du den Tiſch verläßſt, will ich den Lord in eine Unterhaltung zu verflechten ſuchen.“
„Und ich ſollte Dich in einem Augenblicke der Gefahr allein laſſen?“ werſetzte ſein Freund vorwurfs⸗ voll.„Nein, Allan—“
„Einer von uns muß die Gefahr beſtehen,“ ver⸗ ſetzte der Baronet,„und mir droht weniger Leid als Dir. Ich bin vielen der Gäſte hier perſönlich bekannt, während Du faſt ein Fremdling im Lande biſt. Ich beſitze Freunde, Intereſſen und Verbindungen, welche den alten Pair veranlaſſen werden, ſich zwei⸗ mal zu bedenken, ehe er mir irgend etwas anthut oder mich zurückzubehalten ſucht.“
„Es geht nicht, lieber Allan,“ ſagte der junge Mann feſt.„Alles was Du hier vorbringſt, ſind nichts als Scheingründe der Freundſchaft. Du kannſt viel leichter entkommen als ich; denn Du kennſt die Gegend, weil ich, wie Du ſo eben richtig bemerkteſt, fremd bin. Ueberdieß iſt das Papier Dir übergeben worden. Entfliehe Du damit.“ 6
Der freundſchaftliche Streit dauerte eine geraume Weile, indem jeder der beiden jungen Männer zwar bereit war, ſein eigenes Leben durch ſein Bleiben auf's Spiel zu ſetzen, aber nicht die Sicherheit des Andern zu gefährden. Da aber beide von der Noth⸗ wendigkeit überzeugt waren, das einzige Pfand, wel⸗ ches ſie für die Treue ihres Gaſtfreundes beſaßen, durchaus in Sicherheit bringen zu müſſen, ſo beſchloßen ſie, um ihren Streit zu Ende zu bringen, das Loos entſcheiden zu laſſen, da dieß der einzige Weg hiezu war. Nach dieſem ſollte Sir Allan bleiben⸗


