Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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und ebenfalls ganz in Ordnung gefunden hatt;ob⸗ gleich ich nichts bemerken kann, was auf Verrath ſchließen ließe. Die Riegel ſind übrigens feſt genug.

Es kann kein verborgener Eingang vorhanden ſein, ſagte der Baronet;die Mauern ſind von ſolidem Steinwerk.

Die beiden Freunde ſetzten ſich auf das Bett und blickten ſich einige Minuten lang ſtillſchweigend an. Dem äußern Anſchein nach enthielt das Gemach nichts, was Verdacht erwecken konnte, und doch heg⸗ ten beide Argwohn, denn ſie hatten das Stirnerun⸗ zeln ihres ſchlauen Gaſtfreundes wohl bemerkt, als Redburn ſein Erſtaunen über die für ſie beſtimmte Wohnung ausdrückte.

Crawford, ſprach ſein Freund,eine Ahnung ſagt mir, daß man den Verſuch machen will, uns das Patent oder das Document, welches Lord Lovat an die Sache des Prinzen kettet, zu rauben. Dieſen Plan müſſen wir womöglich vereiteln.

Auf welche Weiſe?

Darüber habe ich bereits nachgedacht. Glück⸗ licher Weiſe ließen wir unſere Pferde in einem Hauſe unten im Dorfe. Höre alſo meinen Plan. Wenn Verrath beabſichtigt iſt, ſo wird er erſt nach dem Nachtmahle und wenn wir uns ſchlafen gelegt, aus⸗ geführt werden. Stecke daher Du das wichtige Papier zu Dir, und wenn der Weinpokal kreist, ſo ſtichlſt Du Dich aus der Halle, begibſt Dich ſchleu⸗ nigſt nach dem Hauſe, wo wir unſere Pferde gelaſſen haben, und reiteſt ſpornſtreichs nach Holyrood, wohin Gott Dich geleiten wolle. Von dem Augenblicke an,