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Die Töne der Sackpfeifen waren jetzt laut und deutlich zu vernehmen.
Die Begeiſterung Carls wäre ſchwer zu beſchrei⸗ ben, als er die Camerons, acht hundert Mann ſtark, das Banner ihres Häuptlings flatternd an der Spitze, und noch manche andere Abtheilungen muthiger, eifrig ſeiner Sache ergebener Bergbewohner die An⸗ höhen herabſteigen ſah.
Imn Laufe einer Stunde befanden ſie ſich alle im Thale, in deſſen Rittelpunkt ſich ein hleiner, runder Hügel erhob. Rachdem ſie ſich aufgeſtellt hatten, ertönte ein lautes Hoch, das von dem Prinzen und e deſſen Freunden auf's Herzlichſte erwidert wurde.
„Jetzt, Tullibardine,“ rief der Prinz,„die Fahne! mag ſich das Wappen darauf im Wind entfalten und 6 Gott das Recht vertheidigen!“
Der Ort, welcher für das Aufpflanzen des Ban⸗ ners gewählt worden, war eine kleine Erhöhung im
Vittipunt des Lhels
Der Marquis von Tullibardine, welchen ſein t Rang zu dieſer Ehre berechtigte, ſtellte ſich, unter⸗ t ſtützt von zwei Männern, wegen ſeiner angegriffenen . Geſundheit, auf den Kamm dieſes Hügels und ent⸗ d faltete das Banner, welches dazu beſtimmt war, bald
Wehe und Schrecken über den friedlichen Thälern des
Londes zu verbreiten.
ſt„Schotten!“ rief der Prinz, als die ſeidenen Falten ſtolz über ſeinem Haupte wehten,„ſeht
ihr das Banner eures Landes und eures recht⸗
it mäßigen Königs! Ich brauche euch nicht die Hin⸗
terliſt in's Gedächtniß zu rufen, durch welche es
Verräthern gelang, es zu verdrängen und die Far⸗


