Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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„Gegen Sie!“ wiederholte der Hochländer mit Wärme;„nie, nie! Lieber wollte ich auf das Grab meines Vaters ſpucken, das Andenken meiner Mutter entehren, als die Waffen gegen Sie erheben.“

„Wer nicht für mich iſt, iſt gegen mich,“ ſprach Carl ernſt.„Ich erhielt Ihren Brief, aber ich kann, ich will nicht glauben, daß er von Ihnen iſt, bis ich aus Ihrem eigenen Munde das Geſtändniß höre, daß Sie, der Erſte Ihres alten Geſchlechts, von mir abgefallen, das Gelübde der Treue und Freundſchaft gebrochen und von der Sache ſich los⸗ geſagt haben, die Sie hätten retten können! Denn wenn Sie von mir abfallen, ſo werden auch Andere Ihnen nachfolgen. Ihr Beiſpiel und unbefleckter wird der Feigheit und Klugheit zum Schilde

ienen.“

„Der Brief iſt von mir,“ ſprach Lochiel langſam, aber nicht ohne einen heftigen Kampf mit ſeiner an⸗ geborenen Treue und Ergebenheit;„hören Sie aber zuvor meine Gründe, Prinz, ehe Sie mich verdammen. Die Zeit iſt nicht günſtig. Die Regierung des Uſur⸗ pators, welche zu ſchlafen ſcheint, iſt auf ihrer Hut; ſtarke Truppencorps ſind auf dem Marſch nach dem Norden begriffen. Mein eigenes Leben würde ich gern daran ſetzen— würde ich freiwillig Ihrem Dienſte opfern; aber mein Heimathland in Bürger⸗ krieg zu verwickeln, Verwüſtung über meinen Clan zu bringen— über dieſe ſchlichten Menſchen, die mich als das Haupt ihres alten Stammes lieben und verehren, das kann, das darf ich nicht thun. In jedem günſtigeren Augenblicke—