Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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wieder an zu ſpinnen, wobei ſie aber von Zeit zu Zeit neugierige Blicke auf die jungen Männer warf, die ſogleich in franzöſiſcher Sprache ſich zu beſprechen anfingen.

Der Pfeifer, entſchloſſen den Ausgang dieſes, wie er meinte, eigenthümlichen Zuſammentreffens abzuwarten, ſetzte ſich auf den Boden und unterhielt ſich damit, daß er in leiſem Tone auf ſeiner Pfeife zu blaſen anfing. Merkwürdigerweiſe war die erſte Melodie, die er aufſpielte, das wohlbekannte jacobi⸗ tiſche Lied:„Willkommen König Carlchen.“

„Euere Hoheit,“ ſprach Lochiel, denn der Fremde war Niemand anders als jener mächtige Häuptling, „wird mich entſchuldigen, daß ich jene Huldigung unterlaſſe, welche mein Herz und meine Kniee dar⸗ zubringen mich drängten, wenn Klugheit mir nicht geböte, dieß in Gegenwart von Perſonen nicht zu thun, die nichts davon wiſſen ſollen, daß Sie in Schottland ſich befinden.“

„Klugheit iſt eine Tugend, wenn ſie nicht zu weit getrieben wird,“ erwiderte der Prinz.„Aber laſſen wir Alles Ceremoniell bei Seite und ſprechen wir als Brüder, Krieger— offen und ohne Rückhalt. Ich bin hier, um das mir durch Geburt zukom⸗ mende Recht in Anſpruch zu nehmen, verſehen mit einer Vollmacht von meinem königlichen Vater, als Regent dieſer Königreiche aufzutreten. Die Zeit iſt günſtig; das Land iſt unzufrtieden, der Kurfürſt von Hannover abweſend aus dem Reich, das er uſurpirt hat. Will Lochiel der Erſte ſein, der meine Sache verläßt und das Schwert gegen mich ziehen?“

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