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Ehre— ihn demüthigen, zu Boden treten! Selbſt das Gelingen meiner ehrgeizigen Träume würde ge⸗ ſchwächt werden, wenn ich nicht zugleich an Allan Glencairn mich rächen könnte.“
In dieſem Augenblick fühlte er den ſanften Druck einer Hand auf ſeiner Schulter.
Als er ſich haſtig umwandte, erkannte er beim Licht des Mondes, der gerade ſehr hell ſchien, einen Officier ſeines Regiments, einen Engländer, den Lieutenant Rawlins, einen Menſchen, der ſich zum Genoſſen ſeiner wildeſten Ausſchweifungen gemacht und zum ſtets bereiten Werkzeuge ſeiner Schurkereien und Racheſtreiche hergegeben hatte.
Rawlins war eines jener Subjecte, welche glück⸗
licherweiſe für die Ehre des britiſchen Dienſtes längſt
aus deſſen Reihen verſchwunden ſind,— ein Raufer und Gungelabſchneider von Gewerbe, der Schrecken der jüngern Officiere des Regiments, von denen er fortwährend Geld entlehnte; denn die wenigſten wag⸗ ten es, auf geſpanntem Fuße mit ihm zu ſtehen. Er hatte mehr Menſchen im Zweikampf getödtet, als er Schlachten mitgefochten hatte, und nie fühlte er ſich glücklicher, als wenn er irgend einen unerfahrenen jungen Mann in einen Streit verwickelt hatte, der nach militäriſchen Begriffén mit den Waffen in der Hand ausgeglichen werden mußte. Es gewährte ihm ein wahrhaft teufliſches Vergnügen, in den Augen ſeines Opfers den Ausdruck der Beklemmung zu leſen, welche zu unterdrücken Stolz und die Furcht der Ver⸗ achtung vor der Welt gebot. Er war ſtolz auf ſei⸗ nen Ruf, denn er verſchaffte ihm Zutritt in Kreiſe, die ihm ſonſt verſchloſffen geblieben wären, und


