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viel mehr als Erbſchaft hinterlaſſen, als ſeinen Na⸗ men und ſein Schwert. Beide hatte er ſo wohl zu verwerthen verſtanden, daß er, wie wir bereits mit⸗ theilten, ſchon in dem jugendlichen Alter von zwei und zwanzig Jahren Major in der britiſchen Aumee war und vermöge der Gunſt des Herzogs von Cum⸗ alle Ausſicht auf einen noch weit höhern Rang hatte.
Der Weg zum Reichthum, den er bei ſeiner jetzi⸗ gen Laufbahn eingeſchlagen, ſchien ihm aber für ſeinen Ehrgeiz viel zu langſam; ſeiner Anſicht nach beſaß er den Geiſt, das Geſchick ſeines Landes zu lenken, — in der politiſchen Welt zu glänzen, wovon Man⸗ gel an Vermögen ihn ausſchloß. Seine Hoffnung ruhte auf der Ausſicht, der Erbe ſeiner Tante zu werden, die für ſeinen unruhigen Geiſt viel zu lange lebte; daher rührte ſeine Nachgiebigkeit gegen ihre Bitten, die bei ſeiner ſchmutzigen Natur zu einem Befehl ſich geſtalteten.
„Verflucht!“ murmelte er vor ſich hin, als er in der Nähe des Hofthors ſeine Schritte verkürzte;„die alte Närrin wird ſo lange leben, bis meine Haare grau geworden ſind und meine Kraft gebrochen iſt, oder bis das Fieber mein Herz verzehrt hat! Ich war ein Thor, daß ich ihrem Verlangen nachgab— mich Hoffnungen überließ, welche am Ende doch ge⸗ täuſcht werden. Welch' ein Triumph für meinen verhaßten Vetter! Er ſoll mir aber den Aerger und die Demüthigung dieſer bittern Stunde theuer be⸗ zahlen. Ich will ihm auf den Nacken treten, ihn verwunden, wo er am verletzbarſten iſt— an ſeiner
Dir junge Prätendent. I. 2 2


