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Furcht, daß der Streit auf's Neue entbrenne, wenn ihnen ihre Gegenwart keinen Zwang mehr auferlege.
Bald nachher verließen auch Sir Allan und die hochländiſchen Edelleute die Geſellſchaft und die Her⸗ rin des Hauſes, Lady Barbara Grahame, und ihre drei Töchter blieben allein zurück.
„Sie iſt toll!“ rief Lady Grahame,„rein toll! die alte Närrin! was geht es ſie an, wenn die bei⸗ den Nebenbuhler ſich die Hälſe abſchneiden? Doch
gleich viel, Mädchen; die Sache iſt noch nicht zu ₰
Ende. Ich müßte Alick Campbell und Allan Glen⸗ cairn ganz mißkennen, wenn der Streit damit zu Ende wäre. Es herrſcht einmal böſes Blut zwiſchen ihnen und das kann nur das Schwert in's Reine bringen.“
Mit dieſen chriſtlichen Worten, die nur das Echo ihrer Hoffnungen waren, zog ſich die ſpeculirende Mutter in ihr Schlafgemach zurück, nachdem ſie zu⸗ vor noch ſorgfältig nachgeſehen hatte, ob die Wachs⸗ kerzen und Feuer in den Kaminen des Empfangs⸗ zimmers ausgelöſcht ſeien; denn unähnlich ihrer reichen Verwandtin beſaß ſie nur ein ſehr kleines Wit⸗ thum, undres fiel ihr ſehr ſchwer, den äußern Schein von Wohlſtand zu bewahren.
Nachdem Alick Campbell ſeine Tante nach ihrer ſtattlichen Wohnung begleitet hatte, begab er ſich auf dem nächſten Wege nach dem Schloß, wo ſein Regi⸗ ment kaſernirt war. Bitterlich verfluchte er die abhängige Lage, in welche ihn ſeine Vermögensver⸗
hältniſſe geſetzt hatten; denn der Leichtſinn ſeines
Vaters, eines jüngern Bruders des Herzogs von Argyle und der Gräfin von Arran, hatte ihm nicht


