Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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ſogar Freunde, die ihn wohl unter andern Unſtän⸗ den verleugnet hätten.

Alick Campbells Bekanntſchaft mit ihm lag durch⸗ aus kein Gefühl von Furcht zu Grunde, denn der eine war ein eben ſo herzhafter Raufbold wie der andere: die Urſache lag anderswo, indem beide ein⸗ ander brauchten. Der hochgeborene Major fand Raw⸗ lins Dienſte nützlich und der Raufer, der gegen die Kamaraden ſeines eigenen Rangs ſo unverſchämt war, beſaß Klugheit genug, die Vertraulichkeit mit einem Manne zu pflegen, deſſen Einfluß und Name nicht nur ein Freipaß in die beſte Geſellſchaft waren, ſondern auch gelegentlich einen Schild abgaben, hinter dem er ſich decken konnte.

Nun, Rawlins, was gibt es Neues?

Der alte Binton iſt eingetroffen.

Es war dieß der Name des ſchon lange erwar⸗ teten Generals, der das Commando über die Trup⸗ pen in Schottland übernehmen ſollte; eines engliſchen Pairs von alter Familie und eine der feſteſten Stützen der jetzigen Regierung. Es mußte ſchlimm um die Ruhe Schottlands ſtehen, wenn ein Mann wie Lord Binton in activen Dienſt berufen wurde, und es war klar, daß der Hof von St. James beunruhigt und das Miniſterium auf ſeiner Hut war.

Wann traf er ein? fragte Alick.

Dieſen Abend.

Haben Sie ihn ſchon geſehen?

Nein; Hickman ſagte es mir. Er hält ſtreng auf Disciplin und iſt ſtolz wie Lucifer. Wie ich höre, hat er Maxwell tüchtig ablaufen laſſen, weil er im Halbanzug vor ihm erſchien, ſprach von