Teil eines Werkes 
1. Band (1858)
Entstehung
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mern wirſt. Verſprich mir, daß der Streit hiemit zu Ende ſein ſoll.

Der junge Baronet war in großer Verlegenheit. Er liebte die Gräfin, die ihm von ſeiner Kindheit an manchfache Beweiſe ihrer Zuneigung, ja ſogar ihrer Liebe hatte zu Theil werden laſſen; aber ſein hochländiſches Blut war erhitzt, ſeine Ehre ſtand zu ſehr auf dem Spiele, als daß er hätte nachgeben können. Er wandte ſich alſo langſam ab.

Alick, ſprach deſſen Tante, an den Officier ſich wendend,Du haſt zuerſt beleidigt, und an Dir iſt es daher, den erſten Schritt zu thun.

Das hab' ich nicht im Sinn.

Dann höre mich. Die Gräfin kannte den habſüchtigen Geiſt genau, an den ſie ſich jetzt wandte. Ihr ſeid beide meine Neffen der eine durch meinen Gemahl, der andere durch einen Bruder. Ich bin eine kinderloſe Frau und Herrin meines Eigenthums; aber nie will ich das Antlitz Deſſen wieder ſehen, der den Streit weiter fortſetzt. Ihr kennt mich beide; ich bin eine ächte Campbell und habe nie mein Wort, das ich verpfändete, ge⸗ brochen.

Wie die Gräfin erwartet hatte, brachte ihre Drohung den erwünſchten Eindruck hervor. Alick, der ſchon längſt auf die Möglichkeit, der Erbe zu werden, ſpeculirt hatte, ſah ſich, trotz ſeiner rach⸗ ſüchtigen Natur, dießmal gezwungen, ſeinen Groll zu unterdrücken, denn er kannte ſeiner Tante un⸗ beugſamen Charakter zu gut, als daß er hätte zweifeln können, daß ſie ihren Beſchluß nicht auf⸗ recht erhalten werde. Wenn er ſie auf dieſe Weiſe