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Vierundſiebenzigſtes Kapitel.
Es war ein herrlicher Morgen, an welchem die beiden Schulkameraden und Freunde Bianca und Iſabella an den Altar der alten Kirche von Rich⸗ mond führten, wo Gelübde abgelegt wurden, welche Liebe und Ehre geheiligt hatten.
John Compton vergab die Hand beider Bräute und legte bei dieſer Veranlaſſung eine fürſtliche Frei⸗ gebigkeit an den Tag.
Philipp und unſer Held waren ſchon längſt ſeine Adoptivſöhne, für die er, ſoweit es ſich um Siche⸗ rung ihres Lebensglückes durch Vermögen handelte, aufs reichlichſte geſorgt hatte.
Was ſeine Geſchäfts⸗ und Geldintereſſen betraf, ſo hatte er ſich von dieſen zurückgezogen; und wenn auch ſein Name noch immer an der Spitze der Firma in Mark lane figurirte, ſo geſchah dieß blos zum Seir ſeiner Nachfolger Randal Rand und Alfred
elgioſo.
Die jungen Männer waren über ſeine Freigebig⸗ keit ſo erſtaunt, daß ſie nicht wußten, ob ſie ſie an⸗ nehmen ſollten oder nicht.
„Keinen Dank,“ rief er ſie unterbrechend aus; „ihr ſchuldet mir keinen. Ich bin im Gegentheil euch zum Dank verpflichtet. Als Philipp's Groß⸗ vater ihn meiner Oberaufſicht überließ, betrachtete ich die Aufgabe als eine Laſt, die aber bald mir zum Genuß wurde, der mich mehr in Anſpruch nahm, als der Gewinnſt von Gold, dem ich ſo viel zum Opfer gebracht habe. Dann kamen Sie, Oli⸗


